Geschichten

Hard

Der See prägt das Leben in der Marktgemeinde, der weite Blick auf die ständig wechselnden Farben des Wassers, die malerischen Hafenanlagen und das lange, frei zugängliche Bodenseeufer. Die kleine Gemeinde blickt auf bewegte Zeiten zurück, denn auch hier gab es Wohlstand und Aufschwung durch die Textilindustrie und aber auch deren Krise, weshalb heute in der stillgelegten Schoeller-Spinnerei die Kulturwerkstatt Kammgarn zuhause ist, mit über 120 Veranstaltungen jährlich.

Mittelweiherburg Frühling © Marktgemeinde Hard
Kirche St. Sebastian © Marktgemeinde Hard
Binnenbecken Hard © Petra Rainer

Aber Hard ist natürlich mehr als nur See und Urlaubsflair, gesäumt vom großzügigen Strandbad und einer legendären Eisdiele. Hard ist auch Heimat des berühmtesten Schaufelraddampfers auf dem 530 km² großen See, der Hohentwiel und neuerdings auch einer kleinen, perfekt restaurierten Dampfyacht. Allmählich mutiert der Harder Hafen zum Geheimtipp für Oldtimer-Fans.

Die ursprüngliche Besiedelung begann in der Gegend um die Mittelweiherburg, wo sich heute ein Textildruckmuseum in einem hübschen Wasserschlösschen befindet – einst der Beginn der Textilindustrie in Hard. Die Gemeinde weitete sich allmählich durch Rodung Richtung Seeufer aus. Dort, wo sich jetzt herrliche Lokale und Gastbetriebe an Hotels reihen, die ihresgleichen suchen. Es gibt viele gute Gründe, Zeit in Hard zu verbringen, nur einer sei noch genannt: „hardcover“ ist ein ungewöhnliches Literatur-Festival, das im gesamten öffentlichen Raum zu hören und erleben ist. An den Tagen des Festivals spazieren selbst eingefleischte Lesemuffel gerne durch den Ort.