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Vorarlberg

Kulturveranstaltungen

Bregenzer Festspiele

Im Sommer verwandeln die Akteure und Besucher der Bregenzer Festspiele die Stadt in einen multikulturellen Treffpunkt, die Oper „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi geht in ihre erste Saison und das Schicksal über unerfüllte Liebe, Hass und Leidenschaft nimmt in den kommenden zwei Jahren seinen tragischen Lauf. Unter der Inszenierung des deutschen Regisseurs Philipp Stölzl und der musikalischen Leitung von Enrique Mazzola wird das erste Stück der Trilogia popolare "Rigoletto"  als eines der meistgespielten Stücke Giuseppe Verdis auf dem See uraufgeführt.

Die Seebühne ist das eine aber auch das weitere Programm, wie die Oper im Festspielhaus „Don Quichotte“ von Jules Massenet, erstklassige Orchesterkonzerte, das Opernatelier und ein Opernstudio für junge Sänger/innen, das Jugendprogramm crossculture und andere Höhepunkte bieten ausreichend Grund für einen längeren Aufenthalt in Bregenz.

 

 

Blick hinter die Kulissen
Sie ist die weltgrößte Seebühne – und sie lässt sich von interessierten Besucher/innen gerne über die Schulter blicken. Führungen buchen unter www.bregenzerfestspiele.com

 

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Seebühne, Bregenzer Festspiele © Anja Köhler, Bregenzer Festspiele
Bregenzer Festspiele © andereart
Platz der Wiener Symphoniker, Bregenzer Festspiele © Anja Köhler, Bregenzer Festspiele

Mehr über die Bregenzer Festspiele

Es war eigentlich eine Notlösung, die den Auftakt zu einer über 70-jährigen Erfolgsgeschichte gab. 1946 fehlte der Stadt Bregenz eine Bühne in der geeigneten Größe für Mozarts Jugendwerk „Bastien et Bastienne“, und so wurden zwei Kieskähne in der Nähe des Gondelhafens zu einer ersten Opernbühne auf dem See. Schon damals zeigte sich das Publikum begeistert vom Charme dieser Location.

Besucher/innen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und aus Frankreich ließen das Festival schon im ersten Bestandsjahr zu einem internationalen Ereignis werden. Vier Jahre später erhielten die Bregenzer Festspiele eine erste fixe Seebühne auf Holzpfeilern. Bei Regen zogen etwa 1.000 Besucher/innen mit den Künstler/innen in eine nahegelegene Sporthalle, wo das Stück weitergeführt wurde. 1979 wurde dann endlich die Seebühne erneuert und vergrößert, 1980 das Festspielhaus eröffnet. So konnte bei Schlechtwettereinbruch direkt ins Haus gewechselt werden.

Als Festspielorchester reisten die Wiener Symphoniker schon bei der allerersten Produktion nach Bregenz, sie sind bis heute fixer Bestandteil der Bregenzer Festspiele – ihr Anteil an der Entwicklung des Festivals hat wesentlich zum Erfolg beigetragen.

1998 öffneten die Festspiele mit der Seebühne, dem Grossen Saal im Festspielhaus und der neuen Werkstattbühne die Türen für eine umfassende Programmerweiterung, insgesamt 12.000 Theaterplätze stehen seither zur Verfügung. Mit dem Programm cross culture erreichen die Festspiele jährlich etwa 10.000 Jugendliche.

Nicht nur die Festspiele und die Stadt Bregenz profitieren vom wachsenden Erfolg des Festivals, die Besucher/innen entdecken seit Anbeginn die Region Vorarlberg als Urlaubsland und verbinden ihren Opernbesuch gelegentlich mit einem längeren Aufenthalt oder kommen später mit einer Business-Veranstaltung in eines der Kongresshäuser im Land. Viele Stammgäste sind seit Jahren oder gar Jahrzehnten treu und lieben etwa die romantische Anfahrt mit der historischen „Hohentwiel“, dem einzigen Schaufelraddampfer auf dem Bodensee.

Im Jahr 2013 stand zum zweiten Mal die Zauberflöte auf dem Programm, sie war schon 1985 ein großer Durchbruch gewesen, als sich internationale Pressestimmen vor Begeisterung überschlugen und nach mehr verlangten. Ab diesem Zeitpunkt blieben die Produktionen für zwei Jahre auf dem Programm und die Bühnenaufbauten wurden stabiler und aufwändiger. Insgesamt strömten zum Beispiel  in der Saison 2017 262.000 Besuchern zu den Bregenzer Festspielen.

Seit 2015 ist die neue Intendantin Elisabeth Sobotka für das Programm verantwortlich. Nach “Turandot” folgte “Carmen” und 2019 und 2020 wird “Rigoletto” von Giuseppe Verdi uraufgeführt.  Das Programm für 2019 ist vielversprechend. Neben dem Spiel auf dem See, wo zum ersten Mal überhaupt das erste Stück der Trilogia popolare “Rigoletto” zu sehen und zu hören sein wird, findet im Festspielhaus die Opernaufführung “Don Quichotte” statt. Im Opernstudio wird wieder eine Oper von jungen Sängerinnen und Sängern erarbeitet und im Vorarlberger Landestheater zur Aufführung gebracht.  Weitere Programmpunkte: Orchesterkonzerte, Musik & Poesie, Opernatieler, Crossculture, werden im November präsentiert. Das Sommerkulturprogramm 2019 in Bregenz wird wie immer abwechslungs- und umfangreich.

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