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Palast Hohenems

Der Palast Hohenems gilt als bedeutendster Renaissancebau Westösterreichs.

Kardinal Markus Sittikus III von Hohenems beauftragte 1561 den italienischen Baumeister Martino Longhi mit der Planung des Renaissancepalastes und seinen Bruder Jakob Hannibal mit dem Bau des Gebäudes. In den Jahren 1567 bis 1640 erfolgte die Fertigstellung des Palastes Hohenems unter Graf Kaspar von Hohenems-Lustenau. 1759 erbte Gräfin Maria Rebekka von Hohenems den Besitz. Da deren einzige Tochter Maria Walburga im Jahr 1779 den Grafen Clemens Alois zu Waldburg-Zeil heiratete, fiel die Herrschaft Hohenems-Lustenau an das fürstliche Haus Waldburg-Zeil. 1840 wird der Palast zur Kaserne umfunktioniert. Unter Graf Waldburg-Zeil wurde der Palast 1882 einer Restaurierung unterzogen und wieder in einen bewohnbaren Zustand versetzt. 1954 gelante der Palast in den Besitz seines Nachfahren Franz Josef Graf zu Waldburg-Zeil, der diesen mit seiner Frau Priscilla, Gräfin Schönborn, für Konzerte, Empfänge und Opern öffnete. Zirka 30 Jahre später fand im Rittersaal die erste Schubertiade unter der künstlerischen Leitung von Hermann Prey statt. Seit 1990 dienen die Räumlichkeiten als Aufführungsstätte der Konzerte des Kammerorchesters Arpeggione Hohenems. Außerdem steht der Palast für Hochzeiten zur Verfügung. Seit 2016 führt Franz Clemens Graf zu Waldburg-Zeil mit seiner Frau Stephanie, geborene Gräfin Blanckenstein, den Palast.

Dieses Gebäude ist der erste Renaissancepalast nördlich der Alpen im süddeutschen Raum. Zu seinen Glanzstücken zählt der Rittersaal mit Holzkassettendecke. Eine Kopie desselben Palastes existiert auch in Rom und heißt Palazzo „Altemps“. In Hohenems befinden sich zum Innenhof auf einer Wand blinde Fenster, in Rom hingegen nicht. 1755 und 1779 wurden die Handschriften C und A des Nibelungenliedes in der Palastbibliothek gefunden. Zum 200. Jubiläum wurde der Nibelungenbrunnen vor dem Palast errichtet.

Privatbesitz - nicht frei zugänglich! Führungen werden regelmäßig angeboten.