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Renaissancepalast

Der Palast Hohenems war das Residenzschloss der Grafen von Hohenems in der Vorarlberger Kleinstadt Hohenems in Österreich und befindet sich bis heute in Privatbesitz der Familie Waldburg-Zeil.

Mit dem Bau des Renaissancepalasts wurde um 1563 begonnen. Kardinal Markus Sittikus III beauftragte den italienischen Baumeister Martino Longhi mit der Planung und seinen Bruder Jakob Hannibal mit dem Bau des Gebäudes. Der Palastbau, zu dessen Glanzstücken der Rittersaal mit seiner Holzkassettendecke zählt, wurde durch Graf Kasper von Hohenems 1610 vollendet. Dieses Gebäude ist der erste Renaissancepalast nördlich der Alpen im süddeutschen Raum. Eine Kopie desselben Palastes existiert auch in Rom und heißt Palazzo „Altemps“. In Hohenems befinden sich zum Innenhof auf einer Wand blinde Fenster, in Rom hingegen nicht. 1755 und 1779 wurden die Handschriften C und A des Nibelungenliedes in der Palastbibliothek gefunden. Zum 200. Jubiläum wurde der Nibelungenbrunnen vor dem Palast errichtet. Der Palast befindet sich seit 1813 in Besitz des Hauses Waldburg-Zeil und wurde von 1832 bis 1860 als Kaserne verwendet. 1882 versetzte Graf Clemens von Waldburg-Zeil den Palast wieder in bewohnbaren Zustand. 1954 gelangte der Palast in Privatbesitz seines Nachfahren Franz Josef von Waldburg-Zeil und dient der Familie seither als Wohnsitz. Zirka 30 Jahre später fand im Rittersaal die erste Schubertiade unter der künstlerischen Leitung von Hermann Prey statt. Seit 1990 dienen die Räumlichkeiten als Aufführungsstätte der Konzerte des Kammerorchesters Arpeggione Hohenems. Außerdem steht der Palast für Hochzeiten zur Verfügung. Es werden regelmäßig Führungen angeboten.

In Privatbesitz - nicht frei zugänglich