Schloss Hofen

Schloss Hofen

Das markante Renaissanceschloss der Grafen von Raitenau etabliert sich seit 1981 als internationales Zentrum für Wissenschaft & Weiterbildung.

Der schlossartige Renaissaneansitz wurde 1584/85 durch Hans Gaudenz von Raitenau in Auftrag gegeben und um 1616 durch Hans Werner IV von Raitenau vollendet. Bereits mit Franz Andreas endete im Jahr 1658 die Erbfolge der Raitenauer und Schloss Hofen ging 1659 in den Besitz seines Schwagers Georg Reichsgraf von Königsegg-Rotenfels über. In den folgenden Jahrhunderten ging das Lehen Hofen, die damit verbundene Gerichtsbarkeit und landesfürstliche Hoheit und somit der Besitz des Schlosses immer wieder an andere kaisertreue Familien über. In den Jahren 1757 bis 1848 erfolgte unter Joseph Benedikt von Clavell und seinen Nachfahren die Adaptierung der Gebäude als Bierbrauerei. Der Lehensstatus der Liegenschaft endete mit 1875 und Schloss Hofen wurde zum Privateigentum erklärt. Bis 1908 wurde das Schloss als Spekulationsobjekt gehandelt, ehe es in den Besitz der Schwestern vom Orden des Hl. Vinzenz von Paul aus Zams gelangte, die im Haus ein Heim für Kinder und eine klösterliche Haushaltungsschule einrichteten. Im Ersten Weltkrieg diente Schloss Hofen als Reservelazarett. 1929 erwarb das Land Vorarlberg den Renaissanceansitz. Im Zweiten Weltkrieg erfolgte erneut die Nutzung als Lazarett und als Dienststelle der deutschen Wehrmacht. Nach Kriegsende wurde es zum Quartier der französischen Besatzung. Zwischen 1951 und 1972 wurde Schloss Hofen von zwei Fachgruppen der gewerblichen Wirtschaft als Berufsschule für das Gastgewerbe mit Internat und Sommerhotel geführt. 1972 kaufte das Land Vorarlberg die Liegenschaft zurück. Von 1979 bis 1981 erfolgte eine umfassende Renovierung und Adaption zu einem modernen Bildungszentrum, welches Landeshauptmann Dr. Herbert Keßler am 28.11. 1981 als Landesbildungszentrum eröffnete. Seit 2008 organisiert Schloss Hofen die gesamte Weiterbildung der FH Vorarlberg und firmiert als Wissenschafts- und Weiterbildungszentrum des Landes Vorarlberg und der Fachhochschule.