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Vorarlberg

Kulturveranstaltungen

Bregenzer Festspiele

Im Sommer verwandeln die Akteure und Besucher der Festspiele die Stadt in einen multikulturellen Treffpunkt, die Oper „Carmen“ von Georges Bizets geht unter der Intendanz von Elisabeth Sobotka in ihre erste Saison. Die Seebühne ist das eine, aber auch das weitere Programm wie die Oper im Festspielhaus „Moses in Ägypten“ von Gioachino Rossini, erstklassige Orchesterkonzerte, das Opernatelier und ein Opernstudio für junge Sänger/innen, das Jugendprogramm crossculture und andere Höhepunkte bieten ausreichend Grund für einen längeren Aufenthalt in Bregenz.

 

Blick hinter die Kulissen
Sie ist die weltgrößte Seebühne – und sie lässt sich von interessierten Besucher/innen gerne über die Schulter blicken. Führungen buchen unter www.bregenzerfestspiele.com

Seebühne © Anja Köhler, Bregenzer Festspiele
Bregenzer Festspiele © andereart
Platz der Wiener Symphoniker © Anja Köhler, Bregenzer Festspiele

Mehr über die Bregenzer Festspiele

Es war eigentlich eine Notlösung, die den Auftakt zu einer über 70-jährigen Erfolgsgeschichte gab. 1946 fehlte der Stadt Bregenz eine Bühne in der geeigneten Größe für Mozarts Jugendwerk „Bastien et Bastienne“, und so wurden zwei Kieskähne in der Nähe des Gondelhafens zu einer ersten Opernbühne auf dem See. Schon damals zeigte sich das Publikum begeistert vom Charme dieser Location.

Besucher/innen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und aus Frankreich ließen das Festival schon im ersten Bestandsjahr zu einem internationalen Ereignis werden. Vier Jahre später erhielten die Bregenzer Festspiele eine erste fixe Seebühne auf Holzpfeilern. Bei Regen zogen etwa 1.000 Besucher/innen mit den Künstler/innen in eine nahegelegene Sporthalle, wo das Stück weitergeführt wurde. 1979 wurde dann endlich die Seebühne erneuert und vergrößert, 1980 das Festspielhaus eröffnet. So konnte bei Schlechtwettereinbruch direkt ins Haus gewechselt werden.

Als Festspielorchester reisten die Wiener Symphoniker schon bei der allerersten Produktion nach Bregenz, sie sind bis heute fixer Bestandteil der Bregenzer Festspiele – ihr Anteil an der Entwicklung des Festivals hat wesentlich zum Erfolg beigetragen.

1998 öffneten die Festspiele mit der Seebühne, dem Grossen Saal im Festspielhaus und der neuen Werkstattbühne die Türen für eine umfassende Programmerweiterung, insgesamt 12.000 Theaterplätze stehen seither zur Verfügung. Mit dem Programm cross culture erreichen die Festspiele jährlich etwa 10.000 Jugendliche.

Nicht nur die Festspiele und die Stadt Bregenz profitieren vom wachsenden Erfolg des Festivals, die Besucher/innen entdecken seit Anbeginn die Region Vorarlberg als Urlaubsland und verbinden ihren Opernbesuch gelegentlich mit einem längeren Aufenthalt oder kommen später mit einer Business-Veranstaltung in eines der Kongresshäuser im Land. Viele Stammgäste sind seit Jahren oder gar Jahrzehnten treu und lieben etwa die romantische Anfahrt mit der historischen „Hohentwiel“, dem einzigen Schaufelraddampfer auf dem Bodensee.

Im Jahr 2013 stand zum zweiten Mal die Zauberflöte auf dem Programm, sie war schon 1985 ein großer Durchbruch gewesen, als sich internationale Pressestimmen vor Begeisterung überschlugen und nach mehr verlangten. Ab diesem Zeitpunkt blieben die Produktionen für zwei Jahre auf dem Programm und die Bühnenaufbauten wurden stabiler und aufwändiger. Insgesamt strömten in der Saison 2013 und 2014 mit rund 523.000 Besuchern so viele wie noch nie zu den Bregenzer Festspielen. Eine Fernsehübertragung von Turandot im Jahr 2015 erzielte eine Rekordquote von über einer Million Zuseher/innen.

Seit 2015 zeichnet die neue Intendantin Elisabeth Sobotka für das Programm verantwortlich. Das 335 Tonnen schwere Bühnenbild zu Turandot wurde abgebaut, die ersten Kulissenteile zu „Carmen“ sind nun sichtbar. Das Programm für 2017 ist vielversprechend. Neben dem Spiel auf dem See, wo „Carmen“ zu sehen und zu hören sein wird, werden im Haus die Oper „Moses in Ägypten“, die Kammeroper „To The Lighthouse“ und  das Theaterstück „The Situation“ gespielt werden. Im Opernstudio wird „Die Hochzeit des Figaro“ von jungen Sängerinnen und Sängern erarbeitet und im Vorarlberger Landestheater zur Aufführung gebracht. „Der Ring des Nibelungen“ wird im Musiktheaterstück „Der Ring in 90 Minuten“ auf 90 Minuten gekürzt und in die Insektenwelt projeziert. Weitere Programmpunkte: Orchesterkonzerte, Musik & Poesie, Opernatieler, Crossculture,… Das Sommerkulturprogramm in Bregenz ist wie immer abwechslungs- und umfangreich.

Termine & Kontakt

Spiel auf dem See (Carmen)19. Juli bis 20. August 2017
Hausoper (Moses in Ägypten)20., 23., 31, Juli 2017