Thomas Hoor – Malerei als gelebte Emotion
„Elch trifft Sophie Marceau“ – Eine Hommage
Die aktuelle Ausstellung im Quadrart Dornbirn widmet sich exklusiv dem malerischen Œuvre des 2025 überraschend verstorbenen Vorarlberger Künstlers Thomas Hoor. Um der Kernphase seines über 35-jährigen Schaffens gerecht zu werden, klammert die Schau bewusst das zeichnerische Werk aus.
Im Zentrum von Hoors Malerei steht die physische und skulpturale Präsenz der Farbe. In seiner charakteristischen Nass-in-Nass-Technik trug er Ölfarbe in pastosen Schichten auf die Leinwände auf. Die dadurch erzeugten reliefartigen Oberflächen und sichtbaren Spuren des Malprozesses verleihen deshalb den Werken ihre haptische Qualität.
Hoor arbeitete parallel an seinen bevorzugten Themen wie Tieren, Schauspielern, politischen Statements und Frauenakten. Gefällige Motive lehnte er grundsätzlich ab. Seine Arbeiten zeichnen sich durch ungewöhnliche Bildausschnitte und eine radikale Reduktion auf das Wesentliche aus. Diese visuellen Aussparungen verweigern eindeutige Geschichten und funktionieren stattdessen als vielschichtige Assoziationsräume zwischen Realität und Imagination.

Eventdetails
Dornbirn, QuadrART Dornbirn
Sa. 03.Oktober 2026,
17:00 - 20:00 Uhr
Veranstaltungsort
Veranstalter
Foto: quadrART



