Menschen und Geschichten

2019 heißt es: show your colours

Gymnastikgruppe TS Röthis und die Weltgymnaestrada 2019

Rhythmus haben sie alle im Blut und eine ordentliche Portion Ehrgeiz und Disziplin ebenfalls: Die Gymnastikgruppe rund um Kerstin Beiter legt die Latte auf internationalen Wettkämpfen hoch und reisst das Publikum mit.

Sie kommen alle aus dem Leistungssport und weil sie dort ausgestiegen, teilweise Mütter oder berufstätig geworden sind, gründete Kerstin Beiter kurzerhand ein passendes Gymnastikangebot für sich und die 17 jungen Frauen – in Röthis. Die Sportlerinnen kommen aus dem ganzen Land, denn diese Gruppe ist einzigartig.

 

Gymnastikgruppe TS Röthis © Petra Rainer, Bodensee-Vorarlberg Tourismus
Gymnastikgruppe TS Röthis © Petra Rainer, Bodensee-Vorarlberg Tourismus
Gymnastikgruppe TS Röthis © Petra Rainer, Bodensee-Vorarlberg Tourismus

 

„Lässig, fetzig, rockig“, lautet das Motto, das sich die Frauen selbst verliehen haben und sie füllen diese Worte mit Dynamik, Bewegungsfreude und Rhythmus. Seit 1996 reisen sie gemeinsam durch die Länder bis nach Südafrika, trainieren wöchentlich hart für Wettbewerbe und Bühnenshows und kommen regelmäßig mit Auszeichnungen nach Hause. Die Altersspanne ist groß, 18 bis 33 Jahre, von der Schülerin bis zur Berufstätigen stehen sie oft vor der Herausforderung, alle bunten Lebensentwürfe unter einem gemeinsamen Terminplan zu vereinen. „Unsere Stärke ist sicher die Begeisterung, die jede Einzelne mitbringt, sonst würde das nie funktionieren,“ sagt Trainerin Kerstin Beiter. „Wir teilen dieselbe Leidenschaft und setzen uns gemeinsam für unsere Ziele ein.“

Hinter den Shows steckt eine Menge kreativer Arbeit, die hohe Leistung erfordert präzises Training – und das wirklich regelmäßig. Die Aufgaben werden aufgeteilt aber Kerstin ist diejenige, die den Überblick behält und die Fäden zusammenhält. Sie sorgt dafür, dass Spaß und Freude im Vordergrund stehen, dass immer wieder neue Ideen und Bühnenbilder umgesetzt werden oder neue Kooperationen möglich sind. 2017 durfte das Jugendsymphonieorchester live auf der Bühne spielen – ein schönes und einzigartiges Erlebnis für alle Beteiligten.

 

Das Schöne an der Gymnaestrada ist, dass jeder dabei sein darf...
Kerstin Beiter

 

Die nächste große Herausforderung steht schon seit Monaten auf dem Plan, denn 2019 kommt die 16. Weltgymnaestrada wieder nach Vorarlberg. Das bedeutet nicht nur ein Großereignis mit 25.000 Aktiven aus aller Welt, es bedeutet für Kerstin Beiter und Britta Hafner eine große Aufgabe und Verantwortung, denn die beiden werden die Eröffnungsfeier und den Schlussteil übernehmen. 1.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene kommen zu diesem Anlass auf die Bühne. Konzept, Choreografie, Kostüme, Logistik, Geräte, Transporte, Musik und jedes noch so kleine Detail müssen funktionieren, wenn Tausende von Menschen im Publikum sitzen. Die beiden Frauen haben diese Aufgabe mit einem Team übernommen. Allein die Kommunikation erfordert intensiven Einsatz und weil die beiden selbst schon mehrmals als Teilnehmerinnen dabei waren, wissen sie genau, was 2019 auf sie zukommen wird.

„Das Schöne an der Gymnaestrada ist, dass jeder dabei sein darf, alle Kulturen kommen zusammen, alles geht friedlich über die Bühne, wunderbare Begegnungen und tolle Shows sind täglich auf dem Programm. Es ist eine wunderbare Zeit“ sagt Kerstin begeistert und überraschend gelassen. „Ich finde das Motto `come together. show your colours!´ einfach passend für ein Event dieser Größe und Vielfalt – und die Eröffnungsshow wird bunt, das ist schon Mal sicher“ lacht sie.

Das Medieninteresse aus aller Welt richtet sich vom 7. bis 13. Juli 2019 auf die Region zwischen Bodensee und Arlberg und es ist sicher eine ganz besondere Zeit für alle Teilnehmer/innen aber auch für Vorarlberg. Und danach? „Danach trainieren wir für den nächsten Wettkampf“ sagt Kerstin Beiter und dehnt sich nach dem langen Sitzen.