MAFIA versammelt Kurzfilme und Dokumentationen von Uwe Jäntsch, entstanden zwischen 1999 und 2018 in Palermo – einer Stadt, in der er fast zwei Jahrzehnte lebte und arbeitete, mitten im Herzen der Vucciria. Die Vucciria, eines der ältesten Marktviertel Palermos, war sein Lebens- und Arbeitsraum. Jäntsch lebte unter Marktschreier:innen, Händler:innen und Bewohner:innen, innerhalb einer sehr eigenen
sozialen und ökonomischen Struktur. Die Vucciria prägte seine Kunst – und Jäntsch prägte die Vucciria. Mit Malerei, Interventionen und Performances schrieb er sich über Jahre in diesen Ort ein. Sein Leben, seine Kunst und sein Wirken in Palermo sind nicht voneinander zu trennen.
Palermo Report, Sicilian Dog, AC/DC – Greetings from Palermo, Coca Fanta Palermo oder Riesi Sindaco führen mitten in diesen Kosmos. Film, Malerei, Performance und die Ästhetik der Popkultur treffen aufeinander. Uwe Jäntsch ist Künstler und Kunstfigur zugleich. Kunst, Leben und Inszenierung sind eins.
2024 widmete die Landeshauptstadt Bregenz Uwe Jäntsch die von Judith Reichart kuratierte Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis. MAFIA setzt diese Auseinandersetzung nun im Medium Film fort. Und danach: das „Verhör“. Judith Reichart befragt Uwe Jäntsch zu Palermo, zur Vucciria, zur Mafia, zu Kunst und Leben – und zu einem Künstler, für den die eigene Existenz Teil der künstlerischen Praxis ist.
Eintritt EUR 15,00 / Kartenvorverkauf unter: kontakt@filmforum.at



