ARTENNE - Plattform für Kunst und Kultur im ländlichen Raum

ARTENNE - Plattform für Kunst und Kultur im ländlichen Raum

Die "ARTENNE NENZING" entwickelt mit Expertinnen und Experten aus Kunst, Kultur, Architektur, Geisteswissenschaften und mit der Bevölkerung vor Ort Ausstellungen und organisiert Veranstaltungen. Der Themenbogen erstreckt sich vom Strukturwandel in der Landwirtschaft bis zur Esskultur und Technik. Darüber hinaus stehen die Räumlichkeiten Privaten und anderen Kulturinitiativen zur Verfügung.

Das 1841 errichtete Bauernhaus ist eines der wenigen der Art, die es im Walgau noch gibt. Schon in den 1990er Jahren öffneten Hildegard und Helmut Schlatter sporadisch den Wirtschaftstrakt für Workshops und Ausstellungen. Ab 2005 dachte man an ganzjährige Verwendung des Stadels als Bühne für Kunst und Kultur der ländlichen Region, die im radikalen Umbruch steht.
Im Zentrum zur Überlegung eines Umbaukonzeptes der Artenne stand der Wunsch, die Räumlichkeiten in Struktur und Materialisierung möglichst zu erhalten. Das komplexe räumliche Gefüge der Tenne mit den verschiedenen Ebenen birgt vielfältige Möglichkeiten für Ausstellungen und Veranstaltungen. Der licht- und luftdurchlässige Fassadenschirm im Wechsel mit den massiven Mauerpfeilern prägt den Charakter des Raumes. Der ehemaligen Scheunendurchfahrt, die durch zwei Silos aus späterer Zeit verstellt war, wurde entsprechend der ursprünglichen Funktion die Rolle des zentralen Eingangsbereichs zugedacht. Die Einbauten wurden entfernt, der durchgehende Boden und die Zugänglichkeit des hinteren Tores und somit Öffnung zum Garten hinter dem Haus wurden wiederhergestellt. 12 m lange Dielen prägen mit ihrer Längswirkung den Raum. Die bestehenden Heuböden, zum einen auf den eingebauten Ställen und zum anderen als freie Ebenen, sind Relikte funktionaler Arbeits- und Betriebsabläufe: Maximales Lagervolumen, flexibel erschlossen mit Anstellleitern.

Öffnungszeiten variieren je nach Projekt.