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VOR-ORT| Tage der Utopie: Geschichten, die verwandeln - Wie erzählt man eine Utopie so, dass alle sofort in sie auswandern wollen? | Ilija Trojanow, Schriftsteller

Die Vision wurde gemeinsam erarbeitet und bleibt als Papier in der sprichwörtlichen Schublade liegen. Die Klimaziele von Paris wurden beschlossen, aber der CO2 Anstieg steigt weiter an. Die Parteiprogramm-Kommission hat ein Jahr lang gearbeitet aber an den Projekten der Realpolitik spürt man das nicht …

Über die wichtigsten Eigenschaften einer besseren Welt sind sich die meisten Menschen einig, sagt Ilija Trojanow. Die Schwierigkeit ist, von dieser Welt »be-geisternd« zu erzählen. Wir haben kein inhaltliches, wir haben ein Kommunikationsproblem. Im Gegensatz zu den Verschwörungstheoretikern und Weltuntergangspropheten mit ihren meist einfachen aber umso drastischeren Bildern versagt die PR der Utopie.

Wie kann von Gerechtigkeit und Glück erzählt werden? Wie lässt sich die Freiheit der Fantasie abbilden ohne in dogmatische oder soziologische Verengungen abzugleiten? Wie genau müssen wir uns Zukunft vorstellen und wie offen muss das zu gestaltende Kommende bleiben? Neue Lösungen benötigen neue Erzählungen.