Foto Christian Mähr (c) Erika Kronabitter

Lesung auf Distanz - Christian Mähr liest Auszüge aus „Karlitos Reich“ und „Carbon“

Christian Mähr, Autor, Bienenzüchter und Doktor der Chemie, ist eine fixe Größe des literarischen Lebens. Mit seinen Romanen, Sachbüchern und Krimis vermag er immer wieder die Leserinnen und Leser zu überraschen und faszinieren. 


Mährs Roman Karlitos Reich, 2010 bei Limbus erschienen, nimmt sich nichts Geringeres vor als die Umarmung des Abendlands. Zwischen den Ebenen Mittelalter und Gegenwart tauschen ein König und ein Journalist im Bodyswitch-Verfahren Leben und Körper. Hier wartet eine mysteriöse Seuche, dort ein archaisches, einfaches Leben, hier geht das Heil vom Herrscher aus, dort sehnt man sich nach dem starken Führer, der endlich Struktur in die Beliebigkeit der Moderne bringt. Wer die Macht hat, die Skrofeln zu heilen, kann auch im weltlichen Sinne herrschen.


Mährs Roman Carbon ist 2020 bei Braumüller erschienen. Er beginnt vergleichsweise harmlos: Privatdetektiv Klein muss mit ansehen, wie sich ein Klient beim Versuch, eine exotisch aussehende Pflanze im Garten umzusägen, mit der Motorsäge den Hals durchschneidet. Diese Schachtelhalme und Riesenfarne wachsen plötzlich zu Baumgröße heran. Das Carbonzeitalter, das vor 300 Millionen Jahren endete, kehrt zurück! Wie auch immer, alles wird gut ausgehen, irgendwie …


Franz-Michael-Felder-Archiv in Kooperation mit „literatur vorarlberg“