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freitags um 5 | „Vergessen“ und verdrängt. Ein Mord in Bludenz und seine Folgen

Durch Zufall stieß der Wolfurter Dorfhistoriker Richard Eberle auf Spuren einer Tragödie, die sich 1944 in Bludenz und Umgebung abspielte: Ein Bludenzer Gendarm wurde auf einem nächtlichen Kontrollgang von Unbekannten in einem Handgemenge getötet. Kriminalpolizei und Gestapo beschuldigten drei junge polnische Zwangsarbeiter des Mordes, obwohl nur einer von ihnen in der Nähe des Tatorts war. Trotz Unterstützung von einheimischen Bauern, die sich für die zu Unrecht Beschuldigten einsetzten, wurden die drei ohne Gerichtsverfahren exekutiert.


Richard Eberle berichtet nicht nur über die aufwendige Rekonstruktion der „vergessenen“ Tragödie, sondern auch über die Begegnungen mit den Familien der Opfer und deren höchst unterschiedlichen Umgang mit den tragischen Ereignissen. 


Eintritt frei, Platzreservierung erforderlich unter +43 (0)5574/46050 bzw. info@vorarlbergmuseum.at.